Magenband
Magenbandoperation
Eine alternative zu einem chirurgischen Eingriff ist eine Magenbandoperation. Hier wird ein aufblasbares Magenband um den oberen Teil des Magens befestigt, so dass der Magen in zwei Hälften eingeteilt ist, die aber weiter durch eine kleine Öffnung miteinander verbunden sind.
Im oberen abgetrennten Teil des Magens ist Platz für eine kleine Menge an Nahrungsmitteln. Durch die kleine Verbindung zur größeren unteren Magentasche verlässt die Nahrung die obere Tasche viel langsamer und dadurch hält das Sättigungsgefühl länger an, der Patient isst weniger und soll auf diese Weise seine Kalorienzufuhr verringern und sein Gewicht reduzieren.
Ein großer Vorteil dieser Methode liegt darin, dass das Magenband an der Innenseite mit einem Ballon verbunden ist, mit dem die Bandöffnung variiert werden kann, indem der Ballon mittels einer unter der Haut angelegten Vorrichtung mit Flüssigkeit gefüllt oder geleert wird.
Die Operation, die zwischen 30 und 120 Minuten dauern kann, wird in den meisten Fällen durch einen minimalen Eingriff vorgenommen. Wenn sich die Platzverhältnisse im Bauch allerdings als zu eng erweisen, muss ein konventioneller Bauchschnitt durchgeführt werden.
Eine Magenbandoperation wird nicht bei jedem Patienten durchgeführt. Voraussetzungen sind zum Beispiel ein BMI bis maximal 50 oder der erfolglose Einsatz von nichtoperativen Maßnahmen.

